Versicherungspflicht notwendig?
Montag, September 28, 2009 at 05:11PM Die Reform des Gesundheitswesens, die Senator Max Baucus vorgeschlagen hat, würde Millionen von neuen Versicherten schaffen, ohne dass diese automatisch vom Staat gesponserte Versicherungsprogramme in Anspruch nähmen – dies sind zwei wichtige Siege für die viel geschmähte Versicherungsindustrie, so das Wall Street Journal. Die Versicherten stehen jedoch nur an erster Stelle, wenn eine Versicherungspflicht für alle Amerikaner durchgesetzt wird. Versicherungsfirmen sehen die Versicherungspflicht als unumgänglich, wenn man gesunde Menschen dazu bringen möchte Versicherungen abzuschließen, um damit die Kosten zu decken, die die Versicherungen für die vielen kranken Menschen ausgeben.
Der Senat könnte die Gesetzesvorlage bereits in der Columbus Day Woche behandeln. Dieser Zeitrahmen wird sich allen Anscheins nach jedoch verschieben, da es noch nicht feststeht, wann die Vorlage fertig sein wird, so enge Mitarbeiter gegenüber Roll Call. Baucus strengt sich an, die Überarbeitung seiner Gesetzesvorlage bis Donnerstag oder Freitag abzuschließen, berichten Demokratische Quellen. Senator Jay Rockefeller kritisiert derweilen, dass über 70 Millionen Mitarbeiter in größeren Unternehmen unter Baucus‘ Vorschlag keine Krankenversicherung bekämen, schreibt die USA Today. Zudem würde der Baucus-Gesetzesvorschlag die Ausführung einer privaten Vereinigung von Versicherungsbeauftragten der Staaten überlassen – es wird befürchtet, dass dieser Verein zu eng mit der Industrie zusammenarbeiten wird, so die Los Angeles Times
Einige der Gesetzreformen würden zu unfairen Formen der Einkommensumverteilung führen und Anreize dafür geben, keine Versicherung abzuschließen, schreiben ehemaliger Health and Human Services Secretary Michael Leavitt und die ehemaligen Direktoren des White House National Economic Council, Al Hubbard and Keith Hennessey im Wall Street Journal. Im Politico versucht sich die ehemalige White House Sprecherin Dana Perino mit Analogien aus dem Baseball, um klar zu machen, wie die Republikaner die Debatte gewinnen können. Die USA Today meint derweilen die Lösung für die Finanzierung gefunden zu haben – man solle eine Steuer auf „high-end insurance policies" erheben.


