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Delegate Count
New York Times  
Stand 13.2.2012  
Romney 105
Santorum 71
Gingrich 29
Paul 18
Huntsman 2
 

Benötigte Delegierte

1144 
Umfragen
Gallup  
13.2. - 17.2.2012  
Santorum 35%
Romney 29%
Gingrich 13%
Paul  11%

 

RCP  
Arizona (28.2.) Romney+8%
Michigan (28.2.) Santorum+8%
New York (6.3.) Romney+12%
Georgia (6.3.) Gingrich+15%
Ohio (6.3.) Santorum+7%

 

 

RCP Durchschnitt  
8.2. - 17.2.2012  
Santorum 34,3%
Romney 27,7%
Gingrich 14,5%
Paul 12,3%

Entries in mitch mcconnell (3)

Mittwoch
Mai192010

Super Tuesday

Die gestrigen Vorwahlen zur Nominierung der Kandidaten für die Wahlen im November veranschaulichen die in Amerika herrschende „anti-incumbent“ Stimmung. Diese richtet sich sowohl gegen die Demokratischen, als auch gegen die Republikanischen Amtsinhaber. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage der Washington Post-ABC News würde weniger als ein Drittel aller Wähler, die derzeitigen Amtsinhaber unterstützen. Wie schlecht es um die Wiederwahlchancen der Beteiligten wirklich steht, sollte sich bei den gestrigen Vorwahlen dann zeigen, als sich die Kandidaten ihren Gegnern aus den eigenen Reihen stellten, um erneut für die Senatsposten in Pennsylvania, Kentucky und Arkansas kandidieren zu können. Die Wähler sendeten bei den gestrigen Vorwahlen eine klare Absage an die von der jeweiligen Parteiführung bevorzugten Kandidaten und machten damit ihren Unmut deutlich. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass sich die politische Unzufriedenheit sowohl gegen die Demokraten als auch die Republikaner richtet.

McConnell versus DeMint

In Kentucky kam es gestern möglicherweise zu einem richtungsweisenden Moment für die Republikaner. Die Tea Party Bewegung bewies, dass mit ihr zu rechnen ist. Ihr Kandidat – Rand Paul – konnte sich gegen den von Senate Minority Leader Mitch McConnell und der Washingtoner Parteiführung gepushten Trey Grayson mit über 23 Prozent Vorsprung klar durchsetzen. Rand Paul, der Sohn von dem langjährigen Präsidentschaftskandidat Ron Paul, war allerdings vom Senator Jim DeMint sowie Sarah Palin aktiv unterstützt worden. Damit ist es bei dem innerparteilichen Machtkampf zwischen McConnell und DeMint zu einem Sieg für den Letzteren und damit möglicherweise zu einer konservativeren Ausrichtung der Partei gekommen. Jim DeMint, der ein Konservativer ist, wie er im Buche steht (98,4% in einem Ranking der American Conservative Union) ist eher daran interessiert konservative Weggefährten als Mehrheiten zu gewinnen, so Margaret Carlson in Bloomberg News.

Rand Paul ist ein Kandidat nach seinem Geschmack: Er begründete unter anderem die Anti-Steuern-Bewegung Kentucky Taxpayers United, ist ein großer Kritiker des Medicare Programms, der Drug Enforcement Administration, von Abtreibung, dem Department of Education und dem Rettungspaket der Banken (TARP). In seiner gestrigen Antrittsrede erklärte er schließlich, dass die Tea Party Bewegung eine klare Message nach Washington gesendet habe. Die Leute seien unzufrieden mit der Regierung und er habe nun den Auftrag, die Dinge geradezurücken. Die Zeit sei gekommen sich die Regierung zurückzuholen, zitiert ihn Richmond Register

Deep Blue Pennsylvania?

Die gemäßigten Republikaner scheinen es immer schwerer zu haben, sich gegen die Konservativen ihrer Partei zu behaupten, meinte vor Kurzem erst die Republikanische Senatorin Olympia Snowe aus Maine in der New York Times. Das erkannte bereits letztes Jahr Senator Arlen Specter und lief prompt zu den Demokraten über, da er seine erneute Nominierung bei den Republikanern gefährdet sah. Nachdem es wochenlang so schien, als ob seine Taktik aufgehen würde, musste er in den letzten Monaten zusehen, wie sein 20-Punkte-Vorsprung gegenüber seinem Demokratischen Herausforderer Joe Sestak zusammenschrumpfte, schreibt Roll Call. Marc Groen, Chairman der Kommission vom Montgomery County, sagte dazu: „Senator Specter war überall bekannt, Sestak nicht“. Sestak konnte jedoch dank einer intensiven Werbekampagne aufholen, in der er die Demokraten u.a. daran erinnerte, dass Specter von Bush persönlich gelobt wurde. 

 

 

Die beiden Kandidaten trennen letztendlich ganze 8 Prozent und Sestak konnte die Wahl mit 54 Prozent für sich entscheiden. Der Abgeordnete Sestak konnte sich damit überraschend klar gegen das gesamte Demokratische „Establishment“ durchsetzen: sowohl Präsident Obama, Pennsylvanias Gouverneur Ed Rendell und die Mehrheit der Gewerkschaften unterstützten Specter, so der Philadelphia Inquirer.     Marc Nevin, Wahlkampfberater der Demokraten, meint, dass Specters Wahlkampfteam taktische Fehler gemacht hätte: Sestak konzentrierte den Großteil seines $5 Millionen Budgets auf den Fernsehwahlkampf der letzten vier Wochen. Specter fühlte sich scheinbar lange Zeit sicher, da er nur eine Woche vor Sestaks Werbeschaltung im Fernsehen dominieren konnte.

Von diesen wahlkampftaktischen Entscheidungen abgesehen, war beachtenswert, dass selbst Obamas „Ich liebe euch und ich liebe Arlen Specter!“ ihn nicht hat retten können. 

 

 

Der Philadelphia Inquirer meint, dass Sestak seinen Sieg zum einen seiner rigorosen Wahlkampagne und zum anderen der „anti-incumbent“ Stimmung zu verdanken hätte. Die Rezession, in Kombination mit den zunehmenden Staatsausgaben und Verschuldungen, sowie der erstarkenden Tea Party Bewegung, hätten das Ergebnis heraufbeschwört.

Stichwahl in Arkansas

Auch die Senatorin Blanche Lincoln hat mit wachsender innerparteilicher Opposition zu kämpfen. In Arkansas schaffte es keiner der Kandidaten die 50 Prozentmarke bei den Vorwahlen gestern zu überschreiten. Damit kommt es am 8. Juni zu einer Stichwahl zwischen den beiden Topkandidaten: der Senatorin und Bill Halter, stellvertretender Gouverneur des Bundesstaates. Die seit 1999 im Senat amtierende Blanche Lincoln konnte ges

tern nur 45 Prozent der Stimmen erhalten. Damit trennen sie nur 2 Prozentpunkte von ihrem Gegenspieler Halter, der sie zunehmend von links unter Druck setzt, so die Associated Press. Statt sich jetzt auf die Wahlen im November konzentrieren zu können, muss die Senatorin weiter finanzielle Mittel bereitstellen, um Halters Angriffe abzuwehren. Dieser konnte bisher beachtliche nationale Hilfe von linken Organisationen wie Moveon.org erhalten. Ähnlich wie in Kentucky, scheint man daran interessiert zu sein, parteibasistreuere Kandidaten zu pushen – auch wenn diese nicht unbedingt im November siegen werden.  

Der nächste Senat

Der neue Senat nach den Wahlen im November verspricht in jedem Fall eine Reihe von neuen Gesichtern: angesichts der Rücktritte, Beförderungen und Pensionierungen wird es mindestens 13 neuen Senatoren geben. Unter den Neuen befinden sich dann wahrscheinlich zusehends weniger Pragmatiker und gemäßigte Politiker beider Lager. Stattdessen geht der Trend zu jungen, sehr konservativen oder sehr linken Senatoren, die sich wahrscheinlich mehr an die Parteilinie halten werden, gerade wenn sie in der Opposition sind. Die diesjährigen Vorwahlen werden so zu einer noch ausgeprägteren Polarisierung beide Parteien beitragen, wobei sich die Republikaner nach rechts bewegen und die Demokraten sich allerdings eher in ihrer Vielfalt (an Positionen) verlieren werden, meint E. J. Dionne Jr. in der Washington Post.   

Donnerstag
Okt152009

Progress on Health Care

Die drei Demokratischen Senatoren, die dazu beauftragt wurden eine finale Gesetzesvorlage zur Gesundheitsreform auszuarbeiten, trafen sich am Mittwoch mit einem Beratergremium des Weißen Hauses. Die Führungspersönlichkeiten demonstrierten in einem Bereich Einheit, der die Partei zuvor noch gespalten hatte, so The Hill. Die Gruppe steht nun vor der Aufgabe, eine gemäßigte Gesetzesvorlage, die auf die Reduzierung des Haushaltsdefizits ausgelegt ist, mit einem linken, die konservativen Demokraten beunruhigenden, Reformvorschlag zu vereinen.

Der aufrührerische und vollkommen eigennützige Bericht, der von der Versicherungslobby in Auftrag gegeben wurde, und der den Gesetzesentwurf des Finanzausschusses beschuldigt, die Versicherungskosten für die Bürger um mehrere Tausend Dollar jährlich zu erhöhen, muss vehement attackiert werden, urteilt die New York Times. Das machen die Demokraten jetzt auch. Am Mittwoch drohten sie damit, die seit langem geltende ‘antitrust exemption’ für die Versicherungsindustrie zurückzunehmen, berichtet die Washington Post.

Mitch McConnell und seine Stellvertreter auf der Führungsebene der Republikaner reagierten derweilen zurückhaltend auf die Entscheidung der Senatorin Olympia Snowe, die erste Republikanische Stimme für die Demokratische Gesundheitsreform abzugeben, so Politico. „Meine Aufgabe als ‘Whip’ ist es nicht, sie zu überreden. Meine Aufgabe ist es vielmehr, alle Informationen zu einem Thema bereitzustellen und zu hoffen, dass die Leute nach unseren Vorstellungen abstimmen,“ meint die Republikanische Nr. 2 hinter McConnell, Senator John Kyl.

Sollte die Demokratische Führung gehofft haben, dass Snowes Entscheidung, die Parteilinien zu übertreten, andere gemäßigte Republikaner mitziehen würde, so haben sie sich getäuscht, schreibt der Politico. Das zögerliche Verhalten der Moderaten zeigt, dass die Gesundheitsreform noch immer einen langen Weg vor sich hat.

Das Schicksal der Gesundheitsreform liege daher weitestgehend in den Händen von Präsident Obama und Senatorin Olympia Snowe, meint E. J. Dionne Jr.. Währenddessen warnt Karl Rove: „Es ist ein Problem für Mr. Obama, dass die Gesetzesvorlage des Finanzkomitees auf Buchhaltungs-Tricks beruht, die den Anschein erwecken, dass das Haushaltsdefizit davon nicht anwachsen werde,” während Michael Barone den Gesetzesvorschlag ebenfalls aufgrund seiner Kosten scharf kritisiert.

Montag
Okt052009

Happy Birthday $700 Milliarden Paket

Ein Ausschuss hat nun gemeldet, dass die obersten Finanzfunktionäre im letzten Dezember keinen unangemessenen Druck auf die Bank of America ausgeübt und diese somit zum Abschluss des kontroversen Zusammenschlusses mit Merrill Lynch in der Hochphase der Finanzkrise gezwungen hätten, so The Hill. Neil Barofsky, der Generalinspektor des Troubled Asset Relief Program (TARP), verkündete heute, dass die Direktoren der US-Notenbank und des Finanzministeriums zur Unterstützung der Finanzmärkte gehandelt hätten. Barofsky überwacht das $700 Milliarden Konjunkturpaket, dass der Kongress im letzten Oktober verabschiedet hatte.

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