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Delegate Count
New York Times  
Stand 13.2.2012  
Romney 105
Santorum 71
Gingrich 29
Paul 18
Huntsman 2
 

Benötigte Delegierte

1144 
Umfragen
Gallup  
13.2. - 17.2.2012  
Santorum 35%
Romney 29%
Gingrich 13%
Paul  11%

 

RCP  
Arizona (28.2.) Romney+8%
Michigan (28.2.) Santorum+8%
New York (6.3.) Romney+12%
Georgia (6.3.) Gingrich+15%
Ohio (6.3.) Santorum+7%

 

 

RCP Durchschnitt  
8.2. - 17.2.2012  
Santorum 34,3%
Romney 27,7%
Gingrich 14,5%
Paul 12,3%

Entries in friedensnobelpreis (5)

Freitag
Dez112009

Obamas “gerechter Krieg” 

In seiner Rede zur Friedensnobelpreisvergabe in Oslo sprach Obama am Donnerstag von einem "gerechten Krieg". Dies sei eine stark veränderte Rhetorik, führt man sich seine Kritik an der Außenpolitik der Bush-Jahre vor Augen, so das Wall Street Journal. Damit schlage die Obama-Administration einen neuen Ton an. Der neuen Regierung wurde lange von “außenpolitischen Falken” vorgeworfen, sie sei zu nachgiebig und suche zuviel Anerkennung im Ausland, so das Blatt. Peggy Noonan sieht in der Rede eine strategische (innenpolitische) Änderung: Sie zeige, dass die Regierung nach allem, was sie im Zuge der Gesundheitsreform erreicht hat, sich glaubwürdig von links in die Mitte bewegen möchte und davon überzeugt ist, dass dieser Plan funktioniert.  

Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident", kommentiert auch das Wall Street Journal. Obama habe deutlich gemacht, dass Krieg manchmal notwendig ist für den Frieden und der Verteidigung von Freiheit und Gerechtigkeit dient, so das Blatt. Präsident Obama habe die Rede gehalten, die er halten musste, aber es sei nicht unbedingt eine Rede gewesen, die das Nobelpreiskomitte hören wollte, urteilt dann auch die New York Times. In seiner Rede, die sowohl düster und als auch optimistisch war, kehrte Obama wieder und wieder zum Thema Afghanistan zurück und argumentierte, dass der Krieg moralisch und strategisch notwendig sei, um die Vereinigten Staaten und andere Länder vor weiteren terroristischen Angriffen verteidigen zu können.

Eugene Robinson nannte die Rede in der Washington Post “eine beredte, oft grimmige Abhandlung über die Natur und Notwendigkeit der Kriegsführung”. Jeder, der sein Engagement für den Krieg in Afghanistan, den er mit weiteren 30.000 neuen Truppen ausweitet, anzweifelt, sollte eine Abschrift der Oslo-Rede lesen, so Robinson. Kathleen Parker lobte die Rede als "eine kunstvolle Balance zwischen Realismus und Idealismus" und sagte, sie sei ein Zeichen für die Entwicklung Obamas vom ambivalenten Kandidaten zum zögerlichen Anführer. 

Donnerstag
Dez102009

Obama in Oslo

Präsident Obama hat heute morgen in Oslo den Friedensnobelpreis entgegen genommmen. Dieser war gemeinsam mit seiner Frau Michelle, Freunden und Verwandten über Nacht aus Washington nach Norwegen aufgebrochen, berichtet die New York Times. Der US-Präsident wurde vom Komitee in Oslo für seine "außergewöhnlichen Bemühungen für die Zusammena rbeit zwischen den Völkern" geehrt. Thorbjorn Jagland, Vorsitzender des Nobelpreis-Komitees, verteidigte den Preis gegen alle Kritik. Obama selbst erklärte, er verstehe ihn als „Aufruf zum Handeln“.

Bei einem Treffen im Weißen Haus mit führenden Politikern beider Kammern des Kongresses, versprach Obama, Ideen der Republikaner für Pläne, wie neue Jobs geschaffen werden können, zu berücksichtigen, schreibt Roll Call. Aber er forderte auch, dass Republikaner aufhören sollten, die Menschen mit dem Zustand der Wirtschaft zu verängstigen. Und nach Aussage eines Insiders, verdächtigt er die Republikaner, die Arbeitslosenquote insgeheim zu favorisieren, damit diese davon bei den anstehenden Wahlen 2010 profitieren.

Im Wall Street Journal prophezeit Karl Rove den Republikanern, die momentan 40 Sitze im Senat halten, eine rosige Zukunft: Im Januar 2011 könnte es 44, 46 oder mehr werden, wenn die Partei engagierte Kampagnen betreibt zu Themen, die noch nicht vom Tisch sind, oder wenn einige amtierende Demokraten nicht mehr antreten, statt eine Niederlage zu riskieren. 

Im Moment scheinen die Republikaner im Kongress durch ihre Leugnung der globalen Erwärmung einen taktischen Vorteil zu haben, erklärt der frühere Clinton-Pressesprecher Joe Lockhart im Politico. Auf lange Sicht werde sich diese Art der Rhetorik aber nicht auszahlen. Auch “climategate” werde sich als Fehltritt erweisen, so Lockhart. Seriöse Konservativen hätten dies bereits erkannt und ihre Kollegen im Senat darauf hingewiesen.

Dienstag
Okt132009

Heavy medal slowing Obama?

Eugene Robinson fragt in der Washington Post, warum die Republikanischen Querdenker Amerika so hassen. Im Fall das Präsident Obama Mahmoud Abbas und Benyamin Netanyahu zum 'Kumbaya'-Singen am Lagerfeuer bewegen kann, spekuliert er, dass die Nein-Sager behaupten würden, dass Obama schief singen würde. DeWayne Wickham von der USA Today weist darauf hin, dass Obamas Nobelpreis nicht gänzlich ungerechtfertigt sei: „verstärkter diplomatischer Kontakt mit Kuba; die Anerkennung des Amtsanspruchs des Präsidenten von Honduras, nachdem er mittels eines Coups aus dem Amt enthoben wurde; das Eingeständnis, dass Israel nicht immer im Recht ist und die Palästinenser nicht immer im Unrecht, ist ein erster Schritt in Richtung einer friedlicheren Welt, den die letzte amerikanische Regierung nicht getan hat. 

Von mir aus hätte das Nobelkomitee seinen unnützen (abgesehen vom Geld) Preis an Homer Simpson verleihen können, witzelt Cal Thomas in der Washington Times. Genauso wie Präsident Obama hat Homer nichts getan weswegen er diesen Preis verdienen könnte. (Obwohl Homer Simpson die einzige Person ist, die öfter im TV zu sehen war als der Präsident.) „Ich möchte, dass diese Kolumne gut wird. Sie muss so gut werden, dass sie einen Preis gewinnt" lästert dann auch Roger Cohen in der New York Times. „Einen dieser großen Preise. Wie die, die jedes Jahr in Stockholm und Oslo vergeben werden.“ Sein Namensvetter Richard Cohen schreibt derweilen in der Washington Post, dass Obamas Nobelpreis zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass die Europäer Obama für eine Art Zufallspräsidenten halten, der nicht den wahren Kern Amerikas repräsentiert.

In der Blogosphäre hagelt es harsche Kritik von Konservativen wie Erick Erickson von RedState, der „bisher noch nicht wusste, dass es für den Nobelpreis eine 'affirmative action' Quote gibt. Das ist das einzige was die Preisvergabe erklärbar macht. Michelle Malkin zweifelt das Komitee derweilen an und meint, dass „dies der letzte Nagel im Sarg des Nobelkomitees sei.“ Allahpundit von Hot Air schreibt, dass „das Komitee zum dritten Mal in sieben Jahren den Friedensnobelpreis in einen 'f*** Bush Preis' verwandelt hat, indem er einem linken amerikanischen Demokraten verliehen wurde. Al 'The Goracle' Gore bekam den Preis im Jahr 2007 und Jimmy Carter im Jahr 2002.  

Andere Konservative warnen Obama, dass wenn er den Preis nicht zurück gibt, wie es verschiedenen Stimmen fordern, würde er signalisieren, dass der amerikanische Präsident (wie bereits Carter) damit zufrieden sei, amerikanische Schwäche auszustrahlen, meint John Tabin vom AmericanSpectator Blog. Daniel Pipes vom NationalReview online Blog sieht das ähnlich und weist auf die Absurdität der Preisverleihung hin, die Obama zu Hause politisch schwächen wird, da sie Obamas internationale Berühmtheit mit seiner schwachen nationalen Erfolgsbilanz kontrastiert.

Obamas eigene Leute scheinen genauso vom Nobelpreis genervt zu sein, wie seine Gegner, bemerkt währenddessen Jonah Goldberg in der Los Angeles Times. Sie wollen damit aufhöhren, Obamas Potential zu feiern und stattdessen Ergebnisse bejubeln – dafür braucht man mehr als ein paar Worte zur Gesundheitsreform, Arbeitsplätzen, dem Krieg oder Gay Rights. Matthew Yglesias von Think Progress sieht das ähnlich und äußert sich hoffnungsvoll, dass Obama einen zweiten Nobelpreis erhalten wird – nachdem er ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Arabern und ein internationales Klimaabkommen geschlossen hat, sowie die Beziehungen zu Kuba normalisiert hat. Ansonsten freute man sich in der linken Blogospähre eher über die Reaktion der Konservativen, so z.B. Attaturk vom Eschaton Blog: Ich denke, [der konservative Kommentator] Charles Krauthammer hat Recht. Das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten ist nach Obamas Amtsübernahme so gefallen, dass sie ihm den Friedensnobelpreis bereits dafür verleihen, dass er nicht so wie Charles Krauthammer ist.

Freitag
Okt092009

A Call to Action

Freitag
Okt092009

Early Prize for Noble Aspirations

Das Nobelpreiskomitee hat heute verkündet, dass Barack Obama in diesem Jahr den Friedensnobelpreis für seine „außergewöhnlichen Anstrengungen um die Stärkung der internationalen Diplomatie und die Zusammenarbeit der Völker” erhalten wird. Gegenüber der New York Times berichtete Rahm Emanuel, der Stabschef Obamas, dass die Nachricht für das Weiße Haus ganz unerwartet kam. Man habe nichts davon geahnt.

Gideon Ranchman von der Financial Times hält die Preisverleihung derweilen für zu früh. Bisher kann man keinen Ort ausmachen, wo Obama Frieden gebracht hat – Gaza, Iran, Sri Lanka? Es sei in Ordnung Grundschulkindern einen Preis für ihre ‘Bemühungen’ zu geben, aber Staatsmänner sollten höheren Ansprüchen genügen. Auch im Economist wird die Verwunderung über den frühen Zeitpunkt der Vergabe deutlich. Es wäre denkbar, dass man den amerikanischen Präsidenten wegen der verlorenen Olympiabewerbung seiner Wahlheimat Chicago trösten möchte oder von seiner persönlichen Geschichte gerührt war. Besonders brisant ist es, wenn man daran denkt, dass die Frist für die Nominierung am 10. Februar – nur 10 Tage nach Obamas Amtsübernahme – ausgelaufen ist, so Slate. Insgesamt sind eine Rekordanzahl von 205 Nominierungen eingegangen, wer Obama nominiert hat bleibt derweilen unklar, schreibt The Hill.

Die Kritiker werden auf jeden Fall einige Angriffspunkte haben. Die größte Sorge macht momentan Afghanistan, so der Economist. Obwohl Obama nun den Titel des Friedensstifters trägt, bleibt er ein Kriegspräsident. Er steht gerade vor der Entscheidung, weitere 40.000 Truppen nach Afghanistan zu entsenden, um den nun achtjährigen Kampf gegen die Taliban fortzusetzen. Da es momentan offensichtlich an den Mitteln zur Beendigung des Krieges fehlt, besteht die Möglichkeit, dass Obamas Präsidentschaft von einer Eskalation in Afghanistan überschattet werden wird. Der Sprecher der Taliban, Zabihullah Mujahid, äußerte sich gegenüber Reuters in einem telefonischen Statement, dass die Preisvergabe absurd sei: “Der Friedensnobelpreis? Obama sollte den ‘Nobelpreis für die Eskalation von Gewalt und das Töten von Zivilisten’ erhalten."

Interessant ist, dass Barack Obama der dritte zur Verleihung amtierende US-Präsident ist, der die Auszeichnung erhalten hat. Zuvor erhielten den Preis Theodore Roosevelt 1906 (für seine Friedensverhandlungen zwischen Russland und Japan 1905) und Woodrow Wilson 1919 (für seine Leistungen um den Völkerbund). Präsident Carter bekam ihn 21 Jahre nach seiner Amtszeit.