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Delegate Count
New York Times  
Stand 21.2.2012  
Romney 105
Santorum 71
Gingrich 29
Paul 18
Huntsman 2
Verbleibende Delegierte 2061

Benötigte Delegierte

1144
Umfragen
Associated Press  
16.2. - 20.2.2012  
Santorum                             33%
Romney                                32%
Gingrich                              15%
Paul  15%

 

RCP  
Arizona (28.2.) Romney+8,2%
Michigan (28.2.) Santorum+0.8%
New York (6.3.) Romney+12%
Georgia            (6.3.) Gingrich+11,7%
Ohio                  (6.3.) Santorum+7,3%

 

 

RCP Durchschnitt  
8.2. - 22.2.2012  
Santorum            33,6% 
Romney               28,4%
Gingrich               14,4%
Paul                    12,3%
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Freitag
Jun032011

If it’s the economy, it’s Romney?

Mitt Romney hat gestern seinen offiziellen Antritt zur Kandidatur als Republikanischer Präsidentschaftsanwärter im wichtigen Vorwahlstaat von New Hampshire bekanntgegeben. Ohne groß Worte zu verlieren, attackierte er Präsident Obama scharf. Dieser hätte Amerika scheitern lassen, da er die Rezession verlängert hätte und damit für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich wäre, zitiert ihn ABC World News. Der Boston Herald verweist darauf, wie Romney sogar indirekt in Frage stellt, inwiefern Präsident Obama einen richtigen Job gehabt hat: „If you want to create jobs, it helps to have actually had a job and I have,“ so der ehemalige CEO der Berater Bain & Company. Romney hätte seine Karriere damit verbracht, Arbeitsplätze zu schaffen, das wäre dann auch seine Hauptaufgabe, sollte er das Glück haben, Präsident zu werden, so der Ex-Gouverneur von Massachusetts. (Die Themen der Rede: Amerika wurde 37 Mal genannt, Wirtschaft 10, Obama 8, Steuern 6, Krankenversicherung 2 und Abtreibung kein einziges Mal, so der Boston Globe. Das Wort konservativ nutzte er nicht, Republikaner nur ein Mal, so RealClearPolitics.)


NBC Nightly News bezeichnete diese Wahlkampfplattform dann auch als beste und einzige für den sonst umstrittenen Kandidaten: sollte die Wirtschaft zum Hauptthema des Wahlkampfes werden, dann würde er im direkten Vergleich zu seinen Republikanischen Kontrahenten gut dastehen. Andernfalls aber würde sein Krankenversicherungsreformgesetz aus Gouverneurszeiten ihm wie ein Stein um den Hals hängen, so Fox News. Diesbezüglich hatte er sich bereits vor einer Woche geweigert sich zu entschuldigen oder anderweitig seine damalige Entscheidung zu verklären, so Romney in einem Interview mit dem Boston Globe. (Diese Entscheidung, jetzt „Standfestigkeit“ zu zeigen, ist wiederrum wahrscheinlich ein Resultat seiner zahlreichen Positionswechsel, welche ihn bereits bei den letzten Vorwahlen für viele Konservative als suspekt erscheinen ließen.) Dennoch werden seine Widersacher versuchen gerade eben auf diese Schwachpunkte hinzuweisen, um Romney wieder in die Defensive zu drängen, so die Washington Post. Dabei helfen die Demokraten gerne mit. Folgend das letzte Video des DNC, welches an Romneys gegensätzliche Positionen (sowohl dafür und dagegen) zu staatlicher Krankenversicherung, den Finanzpaketen des letztes Jahres und der Hilfe für die amerikanische Automobilindustrie erinnert.


Romney hatte es wohlwissend vermieden, während seiner 25 Minuten langen Rede in New Hampshire auf seine nicht weniger werdenden Kontrahenten zu verweisen, so die New York Times. Zwar sind Barbour, Huckabee und Daniels vorzeitig ausgeschieden, jedoch gibt es keine Anzeichen, dass ihn nicht neue Kandidaten in Zukunft herausfordern werden. Palin, Huntsman, Bachmann, Perry, Giuliani, Pataki machen alle Anstalten, im Gespräch zu bleiben und stehlen ihm damit die Schau, so die Associated Press. Daher ist sein Vorsprung in den Umfragen nicht unbedingt nachhaltig, gerade wo viele Republikaner die Diskussion entweder noch nicht verfolgen oder generell unzufrieden mit ihrer Auswahl sind, schreibt McClatchy. Laut einer Umfrage der Washington Post und des Pew Research Center sind vier von zehn Republikanern bzw. Konservativen mit ihrer jetzigen Kandidatenauswahl nicht zufrieden.

Fest steht auf jeden Fall, dass Romney den zweiten Vorwahlstaat der Nation, New Hampshire, hiermit quasi zu “seinem” Revier erklärt hat. 2008 konnte er hier immerhin auf den zweiten Platz hinter John McCain kommen. Jetzt hat er sowohl seinen offiziellen Antritt hier verkündet als auch bereits frühere Video-Bekanntgaben aus New Hampshire gemacht, so der Boston Globe. Jetzt muss er 2012 hier dann auch die Vorwahlen gewinnen, resumiert der Politico. Mit diesem Sieg und seiner beeindruckenden Fähigkeit, massiv Geld zu sammeln, kann er daraus genug Schub gewinnen, um das Feld aufzurollen, zitiert die New York Times langjährige Wahlkampfstrategen. Mit einer Ausnahme (Bill Clinton 1992) haben seit 1976 alle erfolgreichen Präsidentschaftskandidaten entweder in Iowa oder New Hampshire den Sieg davon getragen, erinnert der Meinungsfoscher und Demokratische Wahlkampfberater Mark Mellman in The Hill.

Dabei ist die Wahl im ersten Vorwahlstaat Iowa aber noch nicht verloren. Hier konnte Romney zwar 2008 nicht punkten (der ehemalige Pfarrer Mike Huckabee machte das Rennen). Dieses Jahr hat sich aber keine einzelne sozialkonservative Stimme herausgebildet, die diese entscheidende Wählergruppe auf sich vereinen könnte. Die Evangelikalen hätten sich ggf. zwischen bis zu fünf Kandidaten zu entscheiden: Michele Bachmann, Herman Cain, Newt Gingrich, Tim Pawlenty, and Rick Santorum, so der Boston Globe in einem weiteren Artikel.

Interessant zu beobachten ist dabei auch, dass Romney Obama beschuldigte, Inspiration in den Hauptstädten Europas zu finden. Denn Obamas europäischen Lösungsansätze hätten die amerikanische Wirtschaft drastisch geschwächt und die Stellung Amerikas in der Welt untermauert, zitiert ihn die Washington Post in einem anderen Artikel. Das Wall Street Journal merkte diese Woche bereits an, dass Romney vielleicht auch an eine alte Kontroverse um Obama zu erinnern versucht. Letzterer hatte bei einem Auftritt in Iowa 2008 beim Erklingen der Nationalhymne nicht seine Hand aufs Herz gelegt. Romney sprach diese Woche dort zweimal von seiner Leidenschaft für die Hymne sowie die Tradition der Hand auf dem Herz.

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