Aftenposten (Norwegen): Obama wie McCain gut qualifiziert und Bush bankrott

Es besteht kein Zweifel daran, dass die US-Präsidentschaftswahlen historische Bedeutung haben. Als Resultat wird man möglicherweise die erste Vizepräsidentin des Landes erleben. Oder eine Mehrheit wählt den ersten Afroamerikaner ins Weiße Haus. Der Wahlkampf war intensiv und erhellend. Er wurde im Schatten einer tiefen und ernsten Finanzkrise geführt und hat keinen Zweifel daran gelassen, dass der künftige Präsident vor beispiellosen Herausforderungen steht. Barack Obama und John McCain sind beide gut für das Amt qualifiziert. George W. Bush hat eine Richtung repräsentiert, vor der man aus unserem Teil der Welt gewarnt hat. Diese Warnungen erwiesen sich als berechtigt. Nicht ganz zufällig hat der amtierende Präsident am Wochenende vor den Wahlen freigenommen. Niemand bei den Republikanern wünschte, dass Bush die Wähler überhaupt nur an seine Existenz erinnern sollte. Die Bush-Richtung ist innen- und außenpolitisch bankrott.

Posted on Dienstag, November 4, 2008 at 09:27AM by Registered Commenterkasberlin | CommentsPost a Comment

Kurier (Österreich): Obama bietet Chance auf Wandel

Obamas persönliche Lebensgeschichte fasziniert. Dass er als erster Afroamerikaner den Fuß in die Tür des Weißen Hauses stellen konnte, verleiht seinem Slogan "Yes, we can" Glaubwürdigkeit. Alles ist möglich - sogar das Durchbrechen gläserner Decken und die Überwindung von Intoleranz und alten Vorurteilen. Dieses Leitmotiv des amerikanischen Traums lebt Barack Obama vor. Und das begeistert nicht nur die Angehörigen der Minderheiten und die Jungen. Sollte der Demokrat seinen Umfrage-Vorsprung tatsächlich ins Ziel bringen, besteht die Chance, dass ein Ruck durch die Vereinigten Staaten geht. Obamas Vorbild könnte vielen Verunsicherten und Entmutigten Zuversicht verleihen, es ebenfalls zu schaffen. Genau eine solche optimistische Aufbruchstimmung brauchen die USA. Es sind weniger die nüchternen Fakten, die für Obama sprechen, sondern die Psychologie.

Posted on Dienstag, November 4, 2008 at 09:26AM by Registered Commenterkasberlin | CommentsPost a Comment

Times (London): Die Lehren dieses US-Wahlkampfes

Dieser Wettkampf um das Präsidentenamt hätte leicht in geschmacklose Seitenhiebe über Rasse oder das Alter abgleiten können. Er hätte sich auf unpassende Bemerkungen des Pastors Obamas, Reverend Wright, konzentrieren können, oder auf Obamas gelegentliche Treffen mit dem Terroristen William Ayers. Stattdessen hat Senator McCain eine bewundernswerte Zurückhaltung an den Tag gelegt und Senator Obama eine bewundernswerte Würde. Amerikanische Wahlkämpfe waren häufig nur Lehren in schmutzigen Tricks oder im Umgang mit scharfem Kampfgeschütz. Diesmal war es anders. Diese Wahl zeigt, dass die Demokratie weiterhin die Fähigkeit hat, inspirierend zu wirken.

Posted on Dienstag, November 4, 2008 at 09:25AM by Registered Commenterkasberlin | CommentsPost a Comment

El Mundo: Europa kann bei Wahlen in den USA nur gewinnen

Die Verfechter demokratischer Werte in Europa können angesichts der Präsidentenwahl in den USA nur eine große Erleichterung empfinden. Denn wer bei der Wahl auch immer als Sieger hervorgehen wird, wir Europäer können nur gewinnen. Eine schlechtere Amtsführung als die von George W. Bush ist kaum vorstellbar.

Beide Kandidaten gingen zum bisherigen Präsidenten auf Distanz, so dass dieser Dienstag die Europäer nur mit Hoffnung erfüllen kann. Der Ausgang der Wahl kann uns nicht indifferent lassen. Wenn wir wählen dürften, entschieden wir uns für den demokratischen Kandidaten Barack Obama.

Posted on Dienstag, November 4, 2008 at 09:21AM by Registered Commenterkasberlin | CommentsPost a Comment

Le Monde: Warum Obama

Der Einzug eines 47 Jahre alten Farbigen ins Weiße Haus wäre ein Zeichen des Selbstvertrauens der USA in ihre wichtigsten Wertvorstellungen und die Fähigkeit, das Drama des Rassismus und der Sklaverei zu überwinden. Innenpolitisch hat Barack Obama das bessere Programm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise entwickelt, er setzt sich für eine neue Rolle des Staates als Regulierer ein. Er zeigt auch Umweltbewusstsein, da, wo die Regierung Bush jede Veränderung des Konsumverhaltens zurückgewiesen hat. Obamas Gegenkandidat John McCain ist immer weiter nach rechts abgedriftet und hat schließlich die ultrakonservativen Werte der Republikaner verteidigt. Er kann sich nur einen Sieg durch Spaltung der Amerikaner vorstellen. McCain vertritt die Kontinuität, Obama die Hoffnung.

Posted on Dienstag, November 4, 2008 at 09:19AM by Registered Commenterkasberlin | CommentsPost a Comment
Page | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Next 5 Entries