Deutsche Medien
Ein amerikanischer Traum
Der amerikanische Traum (Braunschweiger Zeitung)
Die Euphorie, die der Sieg des schwarzen Senators aus Illinois auslöst, ist Ausdruck der Sehnsucht, dass der amerikanische Traum nicht sterben darf. Es ist der Traum von Freiheit und Glück, von Neubeginn und Wandel. Gewiss, die Begriffe sind hohl geworden, sie klingen abgedroschen, weil sie von den Mächtigen immer wieder missbraucht wurden. Aber Ziele werden durch die Wirklichkeit nicht obsolet.
Abgang mit Anstand (Neue Osnabrücker Zeitung)
Der Kriegsheld John McCain hat seine größte Schlacht verloren, aber mit Anstand. Der Vietnam-Veteran und ewige Querdenker der Republikaner zollte im Moment seiner Niederlage Barack Obama respektvolle Anerkennung und nannte ihn nicht länger Rivalen, sondern seinen neuen Präsidenten.
Leipziger Volkszeitung
Allein mit seinem Einzug ins Weiße Haus als erster Nicht-Weißer hat sich Barack Hussein Obama ein dickes Kapitel in den Geschichtsbüchern gesichert. Der Wunsch nach Wandel der von schrumpfendem Selbstvertrauen, zwei Kriegen und einem Finanz-Tsunami gebeutelten Amerikaner war so übermächtig, dass Hautfarbe und Name des Kandidaten plötzlich eine sehr untergeordnete Rolle spielten. Seine politische Unerfahrenheit gilt vielen sogar als Garantie für Neuanfang und Richtungswechsel.
Thüringische Landeszeitung
Obama ist ein Politiker, der mitreißt, der in vielem an den jungen Kennedy erinnert. Ein Politiker, der die Menschen mitnimmt, der authentisch wirkt, der aber auch so beispielsweise in Deutschland nicht möglich wäre. Weil bei uns eben in den Parteien die Politiker ihre Ecken und Kanten verlieren, weil jahrzehntelange Parteikarrieren nicht unbedingt den Ideenreichtum befördern, weil Anpassung statt mutiger neuer Initiativen gefragt ist. Obama ist nicht der smarte Angepasste, wie ihn das deutsche Polit-System massenhaft produziert. Hier kann man von Amerika lernen. Wo ist der deutsche Obama?
Main-Post
Bange kann einem werden, wenn man sich diesen Glauben, diese Vorschusslorbeeren vor Augen hält. Muss Obama nicht daran scheitern? An den unglaublichen Erwartungen, an den Herkulesaufgaben? Kann er, muss er aber nicht. Obama vermittelt jene Zuversicht, die vor ihm nur John F. Kennedy und vielleicht Ronald Reagan vermitteln konnten. Er verspricht keine blühenden Landschaften, er bittet um Unterstützung. Er will nicht als Superman gelten, sondern als Teil eines großen Ganzen.
Münchner Merkur
Die Legende lebt noch. Die märchenhafte Karriere des schlaksigen Juristen mit Popstar-Habitus ist mehr als ein Ausdruck des amerikanischen Traums sie ist der spektakuläre Beweis dafür, dass ihn wirklich jeder träumen darf, selbst wenn er schwarz ist. Nationale Einheit ist, jenseits aller klugen Konzepte, in denen sich Obama und sein Rivale McCain gar nicht so sehr unterschieden, eine der Voraussetzungen, Amerika aus seiner Lähmung zu reißen.
General-Anzeiger
Die Wahl Obamas ist in der Tat eine große Chance. Der künftige Präsident steht für einen Politikwechsel. Doch daraus ergeben sich auch viele Fragen. Zumal nicht absehbar ist, wie sich die immensen innenpolitischen Erwartungen auf sein außenpolitisches Handeln auswirken. Denn auch für Obama gilt: Erst die Interessen des Landes, dann die Wünsche der Partner.
Barack Obama - Der Mauerfall (Hannoversche Allgemeine)
Obamas Sieg ist nicht das Ende des Rassismus. Aber er ist ein Sieg über Vorurteile und Angst vor dem nie Dagewesenen. Noch vor zwei Jahren schien ein Mann mit einem Namen wie Barack Hussein Obama im höchsten Amt des Staates unvorstellbar. … Wer die Bilder von den jubelnden, tanzenden, weinenden Menschen in dieser Wahlnacht gesehen hat, der hat gespürt, dass auch in den USA eine Mauer gefallen ist. Dieser Mauerfall ist nicht nur historisch, weil er Überkommenes beendet. Sondern weil er zugleich das Potenzial für den bitter nötigen Neuanfang hat.
Signal des Wandels an die ganze Welt (Kölner Stadt-Anzeiger)
Der künftige US-Präsident hat seine Landsleute dazu inspiriert, sich als Volk neu zu erfinden. Im Gegenzug haben die Wähler Barack Obama mit einer satten parlamentarischen Mehrheit ausgestattet. Sie erlaubt es ihm, die USA fit zu machen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Gerade im rauen Tagesgeschäft Washingtons sticht der Menschenfischer Obama heraus. Mit seinem einnehmenden Stil kann er womöglich auch jene einfangen, die ihm ihre Stimme versagt haben. Obamas Charme darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er in erster Linie Amerikas Interessen zu vertreten hat. Die Freude über seinen Wahlsieg wird rasch von Nüchternheit verdrängt werden. Trotzdem: Nach Jahren der Konfrontation steht Obama für Kooperation.
Flensburger Tageblatt
Wenn der Schriftsteller Martin Walser die US-Präsidentenwahl als vielleicht sympathischste politische Nachricht seit der deutschen Einheit bezeichnet, dann trifft er einen Kern der deutschen Obama- Freude. Der Fall der Mauer vor fast genau 19 Jahren war ein Verdienst der Ostdeutschen, die den Wandel wollten. Diese Sehnsucht beflügelte auch die demokratische US-Gesellschaft. Obama hat in seiner Siegesrede Freiheit und Demokratie und die Kraft zum Wandel als größte Stärken der USA benannt vor militärischer oder militärischer Macht. Dieser Ansatz begeisterte gerade die jungen Wähler für ihn, und dieser Politikwechsel wird wie so vieles über den Atlantik nach Europa überschwappen. Gut so.
Nordsee-Zeitung
Obama gibt, und dieses Wort ist nicht zu groß gewählt, einer Nation Orientierung, die mit den Clintons und Bushs in den politischen Konzepten der 90er Jahre erstarrt war und der die Hoffnung fehlte. Deshalb hat sie ihn gewählt. Darin liegt das große Verdienst des außergewöhnlichen Politikers, und gleichzeitig hat der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten die eigene Messlatte damit enorm hoch gelegt. Er benötigt eine riesige Energie, um in den kommenden vier Jahren die Erwartungen der Menschen zu erfüllen. Schon jetzt hat Barack Obama Geschichte geschrieben, aber es ist nur das erste Kapitel.
Der Rezessionspräsident (Financial Times Deutschland)
Seit Franklin D. Roosevelt, der in der Großen Depression Anfang der 30er-Jahre antrat, hatte kein US-Präsident eine derart desaströse Ausgangsposition wie Obama. Der US- Finanzsektor steht unter Schock, der Immobilienmarkt liegt am Boden, und Millionen von Haushalten sind überschuldet. Die Ära Obama beginnt mit einer Rezession. Und dennoch sind die Voraussetzungen für einen Neustart gar nicht schlecht. Obama kann sich auf deutliche Mehrheiten seiner Partei in Senat und Repräsentantenhaus stützen. Und das Bewusstsein dafür, dass ein echter Wandel dringend notwendig ist, hat sich nach dem Niedergang unter Bush in großen Teilen der Bevölkerung durchgesetzt. Von entscheidender Bedeutung wird sein, ob das nächste Konjunkturpaket wirkt.
Nürnberger Zeitung
Obamanie seit gestern macht ein neues Fremdwort die Runde. Weltweit wird der Sieg von Barack Obama euphorisch gefeiert, dabei kommt es zu Begeisterungsstürmen, die an eine Heiligsprechung erinnern. Wird der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten all die Erwartungen erfüllen können? Es wird nun darauf ankommen, welche Fachleute Obama sich in sein Kabinett holt. Sein Charme- Vorteil dürfte bald aufgebraucht sein, wenn die Volkswirtschaft weiter krankt, die Terrorbekämpfung ohne sichtbare Erfolge bleibt und das marode, teuerste Gesundheitssystem der Welt nicht repariert wird.
Ein großer Augenblick der Geschichte (Nürnberger Nachrichten)
Der amerikanische Traum ist nach Amerika zurückgekehrt. Nach einer auf der ganzen Linie gescheiterten Regierung, inmitten einer Jahrhundertkrise beweist diese Nation ihre Selbstheilungskräfte, indem sie sich wieder einmal neu erfindet. Sie erteilt Bushs neokonservativen Ideologen die verdiente Abfuhr, rechnet auch mit den für die weltpolitischen und ökonomischen Desaster mitverantwortlichen Republikanern ab und weigert sich, das zu tun, was ihr eingehämmert wurde: in der Stunde tiefer Not trotzdem "Erfahrungen" zu wählen. Stattdessen hob sie einen vergleichsweise jungen Hoffnungsträger für eine grundlegende Wende auf den Schild - kürte erstmals seit Bestehen der USA einen Farbigen für das höchste Staatsamt.
Rückkehr des amerikanischen Traums (Rheinische Post)
Ein Wort begleitet zu Recht die Wahl Barack Obamas - historisch. Der Einzug des ersten schwarzen Politikers ins Weiße Haus - historisch. Die mit der Rekord-Wahlbeteiligung verbundene Repolitisierung der Bush-verdrossenen US-Gesellschaft - historisch. Die Rückkehr des amerikanischen Traums, dass ein jeder alles erreichen kann, wenn er nur hart genug dafür arbeitet - historisch. Die weltweit ins Rauschhafte gehende Begeisterung über Obamas Wahl - auch sie historisch. Diese Bürde legt sich sofort schwer auf Obamas Schultern. Die Erwartungen der verzückten Menge in Chicago, seines durchgerüttelten Landes und der zerstrittenen Weltgemeinschaft schlingen sich wie unsichtbare Fesseln um ihn. Vielleicht wirkte Obama deshalb trotz seiner gewohnt geschliffenen Rede in Chicago ein wenig gedämpft.
(Mitteldeutsche Zeitung)
Das war überzeugendes politisches Management. Und auf solche Qualitäten kommt es den Amerikanern im Wettstreit um ihren künftigen Präsidenten in erster Linie an. Es ist deshalb müßig, Obama seine vage Programmatik vorzuwerfen. Die Amerikaner wollen sehen, wer stark ist, wer vorangehen kann. Und darin war Obama unschlagbar. Er schuf mit ausgesprochener Präzision und Disziplin eine höchst emotionale Kampagne, die teilweise fast religiöse Züge annahm. Sie versprach einen grundlegend neuen Stil mit dem Ziel, zu alter Stärke zurückzufinden. Damit traf sie den Nerv einer enttäuschten, tief gespaltenen und dem Establishment überdrüssigen Nation.
Hype und Hypothek (Tagesspiegel)
Wer nicht ergriffen ist, wenigstens ein bisschen, der hat kein Herz. Barack Hussein Obama, ein junger, schwarzer Senator aus Illinois - die Mutter weiß, der Vater afrikanischer Immigrant -, der bei seinen Großeltern aufwuchs, aus bescheidenen Verhältnissen kam und sich nach oben kämpfte, ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Dank einer Wahlbeteiligung, die zuletzt vor hundert Jahren so hoch war, und von einer Woge der Euphorie getragen wurde er zum mächtigsten Mann der Welt bestimmt. Ein Traum erfüllt sich. Es ist der Traum von der Gleichheit aller Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe und sozialen Stellung. Der Wandel, den Obama seinen Anhängern in den USA und der ganzen Welt versprach, er ist bereits da.
Frankfurter Rundschau
Welcome, New America! Über das neue Gesicht der Vereinigten Staaten darf sich auch Old Europe freuen: jünger, moderner, weltoffener. Die Vereinigten Staaten haben den großen Sprung gewagt. Zum ersten Mal wird ein Afro-Amerikaner Präsident. Historisch ist schon das allemal. Mit Barack Obama zieht zugleich der Vertreter einer neuen Generation ein ins Weiße Haus - und der Vertreter einer neuen Politik. Den Mehltau der Bush-Ära hat das Land mit einem klaren Votum abgeschüttelt, das keine Zweifel lässt.
(Westdeutsche Zeitung)
Die erste Wahl eines afro-amerikanischen Präsidenten markiert nicht weniger als eine Zeitenwende. Nachdem George W. Bush das Land gespalten, international isoliert und an den Rand des Ruins gebracht hat, verkörpert Barack Obama den lang ersehnten Aufbruch. Die Menschen haben gespürt, dass dieser Sohn eines kenianischen Einwanderers dazu bestimmt ist, den amerikanischen Traum wiederzubeleben. Er kann die Schwarzen und die Weißen, die Schwachen und die Starken, die Armen und die Reichen zusammenführen. Mit Obama werden die Vereinigten Staaten zum Glauben an sich selbst zurückfinden.
(Berliner Morgenpost)
Existiert eine globale emotionale Atmosphäre, dann hat sie sich heute verändert. Die klare Wahl Obamas bedeutet einen Klimawandel, dem auch Skeptiker sich nicht entziehen können. Mitten in einer internationalen Krise beflügelt sein Sieg einen Moment weltweiter Zuversicht. Der Globus ist erfasst vom «Yes we can-Gefühl». Der coole Charismatiker gehört, vorerst, zu den Staatslenkern, für die sich sein Volk nicht entschuldigen muss. Sein Sieg bedeutet Erleichterung: Für die USA, wo sich viele für Bush schämen, für die westliche Welt, wo sich mancher fremdgeschämt hat. Die überwältigende Wahlbeteiligung hat zudem der Demokratie einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Amerika zeigt der Welt: Der Bürger ist nicht ausgeliefert. Das Land hat sich radikal neu erfunden. Die Welt staunt.
(Süddeutsche Zeitung)
Barack Obama hat es am besten verstanden, der Sehnsucht des Landes Ausdruck zu verleihen. Dies war allemal die Wahlsaison der Demokraten, aber der Ausnahmepolitiker Obama gab ihr das Leitmotiv. Er versprach den Wandel, in Wahrheit aber vermittelte er Hoffnung. Obamas größte Leistung bestand darin, sich selbst nicht als Retter in der Not zu stilisieren. Vielmehr löste er eine Massenbewegung aus, er schürte Begeisterung, und er gab den Wählern den Glauben an Ihre eigene Tatkraft zurück - yes, we can, nicht yes, I can: Die Re- Politisierung Amerikas - das ist Obamas Verdienst.
Lübecker Nachrichten
Die Reaktion auf schlechte Politik war nicht Verdrossenheit wie bei uns, sondern das genaue Gegenteil: eine deutlich gestiegene Wahlbeteiligung, die den Demokraten Barack Obama ins Amt trug. Mit seiner Wahl haben die Amerikaner fast nebenbei noch viel mehr getan, als die Ära Bush zu beenden. Sie haben gezeigt, dass selbst der Rassismus, dieses hartnäckigste aller Gifte, besiegbar ist. Das allein macht seinen Sieg schon jetzt zum historischen Ereignis. Amerika hat uns wieder einmal staunen gemacht. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Das amerikanische Zeitalter geht weiter.
(Mannheimer Morgen)
Genau das ist die Herausforderung, vor der Obama nun steht: Er muss Hoffnungen erfüllen, die er selbst geweckt hat, bisweilen maßlose Hoffnungen auf eine bessere, gerechtere Welt, das Ende aller Klassen-und Rassengegensätze, Frieden und soziale Gerechtigkeit. Obama, der revolutionäre Politikertyp, war darin ein enttäuschend konventioneller Wahlkämpfer: Er hat allen alles versprochen. Das wird nun zum Problem.
Die Welt
Die Party, als die der kommende Präsident seine Kampagne inszeniert hat, ist vorbei. Der Ernst, den er in der Wahlnacht zeigte, wird der Normalfall werden. Obama ist als Inkarnation eines Gefühls gewählt worden. Was er wirklich will - wir wissen es nicht. Er muss nun Träume in Regierungsprosa übersetzen. Mit dem Schwung, der ihn ins Weiße Haus trug, könnte dieser mächtigste Mann der Welt auch international ein Erneuerer werden. Er hat eine Chance, die kaum ein Präsident vor ihm hatte.
Eine historische Wahl - Fakten und Reaktionen
Die Wochen der Anspannung sind vorbei - die Bürger der USA haben ihren neuen Präsidenten gewählt. Der Demokrat und Afro-Amerikaner Barack Obama ist der 44.Präsident der Vereinigten Staaten. Folgend sind Fakten zum Wahlgeschehen und Reaktionen festgehalten
Barack Obama - Amerikas neuer Präsident (Tagesspiegel)
Die historische Wahl in Amerika ist entschieden. Nach Auszählung von mehr als 30 Staaten bis um 5 Uhr morgens (MEZ) ist Barack Obama der Sieg nicht mehr zu nehmen, sein republikanischer Kontrahent John McCain lag abgeschlagen hinter ihm. Obama wird der 44. Präsident der USA. Er ist dann der erste Schwarze, der dieses mächtigste politische Amt der Welt bekleiden wird.
Schwarze für Obama, Weiße für McCain (FAZ.net)
Die Wählernachbefragungen aus der Wahlnacht haben bestätigt, was schon zahlreiche Umfragen in den vergangenen Wochen ans Licht brachten: Barack Obama konnte auf eine praktisch unbedingte Unterstützung der Schwarzen (95 Prozent für Obama, 4 für McCain) setzen, zwei Drittel (66 zu 32 Prozent) der Latinos für sich einnehmen und auch die klare Mehrheit der weiblichen Wähler gewinnen (56 zu 43 Prozent), während die Männer praktisch unentschieden wählten (49 zu 48 Prozent).
Historischer Sieg: Obama zieht ins Weiße Haus ein (Süddeutsche Zeitung)
Zeitenwende im Weißen Haus: Erstmals wird mit Barack Obama (47) ein Schwarzer die Weltmacht USA regieren. Rund 140 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei setzte sich der Demokrat gegen seinen republikanischen Rivalen John McCain (72) klar durch.
McCains Niederlage zieht einen Schlussstrich unter die Ära seines Parteifreundes George W. Bush, dessen achtjährige Amtszeit von den Kriegen in Irak und Afghanistan, von Foltervorwürfen und zum Schluss von der beispiellosen Finanzkrise geprägt war.
Bush würdigt historischen Durchbruch (FOCUS)
In einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses sicherte Bush am Mittwoch zu, er werde mit seinem neu gewählten demokratischen Nachfolger zusammenarbeiten, um eine reibungslose Amtsübergabe zu ermöglichen. Bush würdigte auch den unterlegenen republikanischen Bewerber John McCain und dessen Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, Sarah Palin. „Wie auch immer sie abgestimmt haben, alle Amerikaner können stolz auf die Geschichte sein, die gestern geschrieben wurde“, sagte Bush.
Obama ist der große Krisengewinnler (Financial Times Deutschland)
Obama profitierte nach dem längsten und teuersten Wahlkampf in der Geschichte der USA offensichtlich vom Vertrauen seiner Landsleute, er könne die schwere Finanzkrise in den Griff bekommen. Außerdem gelang dem Demokraten auch eine beispiellose Mobilisierung der Wähler.
Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Schätzungen bei 64,1 Prozent. Das wäre die höchste Beteiligung seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie war damit sogar noch höher als die beim Duell zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon 1960 (63,8 Prozent). Das Wahlmotiv Nummer 1 war die Wirtschafts- und Finanzkrise, die das Land derzeit besonders hart trifft.
Börsianer feierten schon vor (Deutsche Welle)
"Die Party wurde an den Börsen schon vor der Wahl gefeiert - jetzt muss Obama sein Motto 'Yes, We Can!' erstmal umsetzen", sagte Robert Halver von der Baaderbank. Neben der US-Wahl standen Börsianern zufolge am Mittwoch vor allem Quartalsberichte im Fokus. Für die Börse sei der Wahlsieg von Obama aber im Vergleich zum Kontrahenten John McCain zu begrüßen, da nun eher eine Stimmungsverbesserung besonders bei den Konsumenten zu erwarten sei, betonte Kapitalmarkt-Experte Halver. Mit Obama verbinde sich ein ähnlicher Optimismus wie mit der Wahl von Ronald Reagan, dessen Wahl 1980 nach einer Wirtschaftskrise neue Hoffnung ausgelöst hatte.
Obama erster schwarzer US-Präsident (MDR)
Die Wahlen mit der überwältigenden Beteiligung über alle sozialen und ethnischen Grenzen hinweg seien ein Beweis der Macht der Demokratie. Obama betonte die großen Herausforderung, die auf die USA warteten. Amerika befinde sich in zwei Kriegen, es gebe die größte finanzielle Krise seit langer Zeit.
Hoffen auf Nummer 44 (Berliner Zeitung)
Als George W. Bush das Weiße Haus vor acht Jahren übernahm, war die Welt friedlicher, die US-Armee weitgehend zu Hause, der Dollar mehr wert als der Euro, die USA hatten einen Haushaltsüberschuss, die Arbeitslosenquote lag bei 3,9 Prozent, die Börse war im Aufwind und das Ausland hatte ein überwiegend positives Bild der Supermacht.
Heute ist das anders. Bush hinterlässt seinem Nachfolger zwei Kriege, einen in Afghanistan, den anderen in Irak, zudem einen instabilen Nahen Osten, ein Haushaltsdefizit von knapp einer Billion Dollar, eine schwächere Währung, eine Mittelschicht, die immer ärmer wird und eine Nation, die am Rande einer Rezession steht und deren Ansehen in der Welt gelitten hat. Das sind keine rosigen Aussichten für den 44. Präsidenten der USA.
"Triumph des amerikanischen Traums" (Tagesschau)
Ihm (Obama - Anm. d. Red.) gelang es zugleich, seinem Gegenkandidaten John McCain von den Republikanern nahezu alle traditionell umstrittenen Bundesstaaten abzunehmen. So gingen die Bundesstaaten Florida, Ohio, Iowa, Pennsylvania und Virginia an den Demokraten. Während Obama im Nordosten des Landes stark war, setzte sich McCain im konservativen Süden der USA durch. Er gewann wie erwartet in Staaten wie Utah, Arkansas, Kansas, Kentucky und Tennessee.
McCains letzter Tango (Handelsblatt)
Doch John McCain überwindet sein Verzagen und seinen Absturz auf beeindruckende Art. Er findet große Worte, so große, dass er von nicht wenigen seiner Fans hier im Wahlkampf-Hauptquartier ausgebuht wird: "Das war eine historische Wahl, deren Bedeutung für die afro-amerikanischen Bürger der USA ich keineswegs verkenne. Wir alle haben einen langen Weg der Ungerechtigkeiten gegenüber diesen Bürgern hinter uns gebracht." [...]
Doch heute Abend will diese mythische Kulisse ganz und gar nicht ins Geschehen passen. Kein Applaus regt sich, als McCain erneut über sich hinauswächst und sagt. "Die Leute haben eindeutig gesprochen und mein bisheriger Gegner ist jetzt auch mein Präsident. Alle, die mich gewählt haben, fordere ich auf, Obama zu helfen: Come Together."
"Ich werde immer aufrichtig mit Euch sein" (Netzeitung)
Ich werde immer aufrichtig mit Euch sein», versprach er seinen Anhängern. Er rief zur Zusammenarbeit auf und appellierte auch an jene Amerikaner, die ihn nicht gewählt hatten, ihn nun zu unterstützen. «Ich brauche Eure Hilfe, und ich werde auch Euer Präsident sein.» In vielen US-Städten gab es spontane Demonstrationen jubelnder Anhänger. Viele Menschen weinten, nachdem die Fernsehsender den Sieg Obamas verkündet hatten.
Jetzt hat der Wähler das Wort
Daumen drücken (Schweriner Volkszeitung)
Heute wählt Amerika einen neuen Präsidenten - und zieht damit einen Schlussstrich unter den längsten, teuersten und wohl auch aufregendsten Wahlkampf, den die US-Geschichte gesehen hat. Das liegt natürlich auch an der Kernfrage von historischer Dimension: Wird das Land den ersten farbigen Präsidenten ins Weiße Haus berufen - oder mit John McCain den ältesten Kandidaten, der jemals nach dem 'Oval Office' für eine erste Amtszeit strebte? Dennoch kann man es keinem politisch Interessierten verdenken, wenn er morgen aufatmet und froh ist, dass das Wahl-Theater nach achtzehn Monaten vorbei ist.
Warum McCain nicht chancenlos ist (Rheinische Post)
Fast zwei Jahre Wahlkampf um die US-Präsidentschaft liegen hinter Barack Obama und John McCain. Kein Tag verging ohne Umfragen, die meist einen Vorsprung für den Demokraten Obama verhießen, seltener ein Kopf-an-Kopf Rennen, das McCain Hoffnung gäbe. Kein Tag auch ohne Nachrichten aus beiden Lagern, wobei es Obamas Wahlkampfmaschine geschickter verstand, Luftschlösser der Hoffnung zu bauen. Eines sollten wir Deutschen uns jetzt schon bewusst machen: Wer auch immer die Wahl gewinnt, wird kein 'europäischer Präsident' sein, sondern immer zuerst US-Interessen betonen und durchsetzen.
Yes, he can (WAZ)
Keine Wahl ist ohne Risiko, schon gar nicht die des mächtigsten Mannes der westlichen Welt. Und Obamas Handicaps liegen auf der Hand: seine geringe (Regierungs-) Erfahrung, die nur oberflächliche Kenntnis in außenpolitischen wie wirtschaftlichen Fragen. Und doch: Die Zeit ist reif für den Wechsel. Obamas stärkstes Argument heißt Bush. Obama ist kein Wunderheiler. Aber er kann zuhören, und er lernt schnell. Er ist dynamisch, steht für Aufbruch und Selbstvertrauen. Die Amerikaner haben ihn verdient. Und wir auch.
(Neue Osnabrücker Zeitung)
Ob Geld Tore schießt - das bleibt unter Anhängern des bezahlten Fußballs stets umstritten. Dass Geld einem Kandidaten für höchste Staatsämter in den westlichen Demokratien Flügel verleiht - das steht spätestens am Ende des längsten und teuersten Rennens um die Präsidentschaft der USA fest. Da liegt Barack Obama einsam an der Spitze, finanziell wie in den Umfragen. Alles andere als seine Wahl wäre eine Riesenüberraschung.
Welche Konflikte auf den neuen US-Präsidenten warten (Wirtschaftswoche)
Wem auch immer die Amerikaner bei der Wahl an diesem Dienstag ihre Stimme geben werden – ob dem Demokraten Barack Obama oder dem Republikaner John McCain –, der neue US-Präsident wird mit zahlreichen wirtschaftlichen Konflikten konfrontiert werden. Seit Jahren streiten die USA und Europa über eine wachsende Liste von Problemen. Ignorieren kann der künftige US-Präsident Europa nicht, dazu sind die beiden Wirtschaften viel zu sehr voneinander abhängig.
Siegt Obama, dann wird es für Europa unbequem (Zeit)
Natürlich wird sich unter Obama nicht alles ändern, dennoch wird es für uns ungemütlicher. Wenn die angeblich so reaktionären, rassistischen Amerikaner einen schwarzen Hawaianer zum Präsidenten wählen, werden wir uns plötzlich fragen müssen: Warum könnte bei uns niemals ein Türke oder Roma mit deutscher Staatsbürgerschaft der nächste Kanzler werden?
Das Erbe Bushs (FAZ)
Zu beneiden ist der Nachfolger Bushs jedenfalls nicht. Aber das hat nicht nur mit der Hinterlassenschaft des Vorgängers zu tun oder dem, was man ihm ankreidet, sondern kurioserweise auch mit den enormen Erwartungen, die schon jetzt auf ihm ruhen. Je höher die Erwartungen geschraubt werden, die vermutlich nirgendwo höher sind als in Europa, desto größer wird die Gefahr der Enttäuschung. Denn dass der 44. Präsident erfüllen kann, was „objektiv“ nötig wäre, und erfüllen wird, was andere von ihm erwarten – von der Klimapolitik bis zur Politik im Nahen und Mittleren Osten –, ist ein Irrglaube.
Amerikas Versprechen (Frankfurter Rundschau)
So steht Amerika da am Vorabend der Wahl: Moralisch diskreditiert, militärisch geschlagen, sozial gespalten, wirtschaftlich am Boden. Nicht ohne Hoffnung, aber tief zweifelnd an sich selbst. Weit entfernt von der Glückseligkeit. Bush hat die ältesten Versprechen der USA systematisch verraten. In dieser historischen Situation dürfen sich die Amerikaner entscheiden zwischen zwei Kandidaten, die beide über einen klaren inneren Kompass verfügen. Die großen Versprechen können sich aber nur durch Barack Obama erfüllen: Weil in seinem Programm der Staat die Schwachen beim Streben nach Glückseligkeit absichert. Und weil er der erste schwarze Präsident wäre.
Mit John McCain würde der bessere Mann verlieren (Welt)
Obama wirft McCain Schmutzwahlkampf vor. In der Tat hat McCain viele Register gezogen. Er hat Obama als Anarchistenfreund und Sozialisten und Umverteiler bezeichnet. Aber nie hat McCain das womöglich wirkungsvollste Register gezogen, die Hautfarbe. Er weigerte sich sogar, Obamas radikalen schwarzen Pastor Jeremiah Wright zum Thema zu machen. McCain hätte es leicht anders halten können. Aber er ist eben auch ein Offizier und Gentleman. Bill Clinton war weniger zimperlich.... Der glänzende und glanzvolle Wahlkämpfer Obama wird Dienstag siegen. Amerika verliert dafür einen großen Präsidenten namens John McCain.
Wer wird 44. Präsident?
Die Welt hofft auf einen Neubeginn (Deutsche Welle)
Bei den Wahlen mag es ja "nur" um den Präsidenten der USA gehen, Europa und manche andere Weltgegenden spüren aber mehr als deutlich, dass es dabei auch um ihre eigene Zukunft geht.
Die Angst der Siegessicheren (Focus)
Doch jetzt, unmittelbar vor der Wahl wächst unter den Siegessicheren die Angst.
Kann sich das Blatt allen Ernstes noch wenden? Zumindest die Stimmung im Land spricht dagegen. Denn die begünstigt den Demokraten.
Alle setzen auf den nächsten Präsidenten (FTD)
Wird der Demokrat Barack Obama neuer US-Präsident, rutschen die USA in die Rezession. Wird es der Republikaner John McCain, dann auch. Keiner der beiden Kandidaten wird verhindern können, dass die Hauspreise weiter fallen und die Arbeitslosigkeit weiter steigt.
"Wir sind längst so viel weiter" (Süddeutsche)
Doug Wilder, einst erster schwarzer US-Gouverneur, rechnet fest mit einem Sieg Barack Obamas. Warum schwarze Politiker den "Wilder-Effekt" nicht mehr fürchten müssen.
Nach Bush (Tagesspiegel)
Europa hat eine große Chance: den Machtwechsel in Washington. Er eröffnet die Möglichkeit für einen transatlantischen Neuanfang.
Amerika will den Neuanfang (Kölner Stadt-Anzeiger)
US-Präsident George W. Bush hat Amerika tief gespalten. Wenn Barack Obama Präsident werden sollte, wird er es genau aus diesem Grund: Mit der glaubwürdig vertretenen Botschaft von Aufbruch, Versöhnung und Neuanfang traf er den Nerv der Zeit.
Perfekt punkten (Schweriner Volkszeitung)
Barack Obama hat alles richtig gemacht. Er wusste, dass die härteste Konkurrenz ums Präsidentenamt aus den eigenen Reihen kam, dass Hillary Clinton gefährlicher sein würde als John McCain. Er führte Wahlkampf in erster Linie gegen sie und nicht gegen den Republikaner. Nach dem Sieg über Clinton wechselte Obama den Kurs. Er wurde staatsmännisch, verpackte seine Botschaft in ein einziges Wort: Wandel. Das reichte, um die Bush-überdrüssigen Amerikaner zu überzeugen.
(Nordkurier)
Meinungserhebungen sind das eine, das komplizierte Wahlsystem und die Unberechenbarkeit leicht beeinflussbarer Wähler eine andere Sache. Vieles liegt in der Person Obamas selbst begründet. Der 47-Jährige ist der erste Afroamerikaner, der sich um das höchste Amt im Staate bewirbt. Obwohl viele US-Bürger die Nase voll haben von der Regierung Bush und dessen republikanischem Parteifreund McCain keine grundsätzlich andere Politik zutrauen, gibt es bei so manchem Weißen Hemmungen, seine Stimme einem Schwarzen zu geben. Ein Rest von Rassismus, der in der US-Gesellschaft immer noch fortlebt.
(Express Köln)
Das Rennen ums Weiße Haus ist spannend wie nie. Zwar liegt der Demokrat Barack Obama in den Umfragen klar vorne. Doch so richtig trauen mag man diesem Trend nicht. Werden die Amerikaner wirklich zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Schwarzen zum Präsidenten wählen? Das scheint doch ein gewaltiger Schritt für eine Nation, in der Minderheiten zwar auf dem Papier die gleichen Rechte haben, in der Praxis aber noch immer an vielen Stellen außen vor bleiben. Klar ist: Die Welt würde es sehr begrüßen, wenn die Amerikaner diesem charismatischen Kandidaten ihr Vertrauen schenken würden.
Vor der Wahl (Ostthüringer Zeitung)
Obamas größtes Verdienst bleibt, dass er Millionen von Menschen inspiriert, wachgerüttelt, motiviert und mitgerissen hat. Wenn er Präsident wird, dann aus diesem Grund: Mit der Botschaft von Aufbruch, Versöhnung und Neuanfang traf er den Nerv der Zeit, und er hat diese Botschaft einigermaßen glaubwürdig vertreten. Wichtiger noch: Er hat den Menschen das Gefühl gegeben, selbst Teil dieses Aufbruchs zu sein. Lange bevor er Wahlkampfspenden und Stimmen gewann, hat Obama Herzen erobert.
Alles dreht sich um den Wahltag
Brisante Top-News zu den Präsidentschaftskandidaten sind eher nicht mehr zu erwarten. Deshalb wenden sich die Medien zunehmend dem Wahltag selbst zu - die innovativen Wahlmaschinen, die Zuverlässigkeit von Wahlumfragen und die Battleground-Staaten stehen nun im Mittelpunkt.
In nur vier US-Staaten findet derzeit noch wirklich Wahlkampf statt, den sogenannten Battleground-States oder zu Deutsch Schlachtfeldstaaten, berichtet die Tagesschau. In Florida, North Carolina, Indiana und Nevada „leben die meisten unentschlossenen Wähler" und das Ergebnis ist hier schwer vorhersagbar, auch wenn Obama in allen derzeit knapp führt.
Dass eben jene Wahlumfragen nicht immer halten, was sie versprechen, zeigt ein Beitrag der Financial Times Deutschland. Beispielsweise betrage die Antwortquote bei solchen Umfragen per Telefon oft nur 15 Prozent und sei deshalb „nicht unbedingt repräsentativ". Auch schwanken die Zahlen eines Institutes auch stark von einen auf den anderen Tag - so zum Beispiel die Werte für Obamas Vorsprung zwischen 3 und 15 Prozent. Dennoch betonen die Wahlforscher, dass sie „seit mehr als 25 Jahren [...] immer sehr nah am tatsächlichen Ergebnis" lagen.
Der letzte Faktor, der noch neben den Wähler an den Prozentpunkten der Kandidaten zum Tag der Wahl drehen kann, sind die Wahlcomputer, berichtet n-tv. So werde ein Drittel der Wähler ihre Stimme „durch Fingerdruck auf einen Computerbildschirm" abgeben, ohne dass dies auf irgendeinem Papier auftauchen wird und bei Pannen nachzählbar ist. Immerhin wurden 3 Milliarden Dollar der Bundesmittel in neue Wahlmaschinen gesteckt.
Manche Experten befürchten zudem ein Chaos, weil die Wahlbeteiligung mit erwarteten 130 Millionen US-Bürgern eine Rekordzahl darstellt, die „lange Warteschlangen und Pannen wie etwa Stimmzettelknappheit" zur Folge haben könnte. Ein dritter Punkt, der ein Chaos am Wahltag mitverantworten könnte, ist die Wählerregistrierung. „Schon ein Tippfehler bei der Eingabe des Namens [...] kann beim Vergleich mit anderen Wählerunterlagen wie etwa Führerscheinen dazu führen, dass ein eingetragener Wähler nicht zur Abstimmung zugelassen wird", wie es in Wisconsins bei 22 Prozent der Fälle hätte passieren können.

